Warum Algorithmen nicht immer recht haben

Big Data ist eines der vielen Buzzwords, das durch die Medienlandschaft getrieben werden. Viel wird dazu geschrieben und das wenigste bringt uns weiter. Oftmals klingt es, als wären alle unsere Probleme gelöst, wenn wir nur mehr in das Thema Big Data investieren würden. Medizinische Diagnosen, gesellschaftliche Trends, Konsumverhalten, Geldpolitik, etc. wären über entsprechende Werkzeuge besser zu handhaben und zu steuern. Doch hier scheinen mir die Experten ein wenig leichtgläubig und vom Hype geblendet. Das passiert diesen Experten allzu häufig. Algorithmen sind menschengemacht und oft von hoher Komplexität. Diese beiden Eigenschaften führen häufig zu einer anderen sehr besonderen Eigenschaft: Fehleranfälligkeit.

Wenn nun ganze Industriezweige, Finanzkonglomerate, Märkte, Parlamente, etc. blind den Ergebnissen der Big Data Analysen vertrauen, führt das unweigerlich zu – zumindest häufig – fehlerhaften Entscheidungen. Die Verantwortung wird dann gerne abgegeben, indem die Entscheider behaupten, dass ihnen die Daten keinen anderen Spielraum gegeben hätten. Ich möchte aber nochmal klar stellen, dass immer die Menschen die Verantwortung für die getroffenen Entscheidungen tragen und diese niemals nur auf der Grundlage von Daten zu fällen sind. Ethik, Persönlichkeit, Nachhaltigkeit, Weitsicht, Zufall, Chancen, Risiken und Intuition sollten immer auch eine Rolle spielen.

Ein schönes Beispiel für einen wild gewordenen Algorithmus (nicht direkt Big Data) ist der Map-Algorithmus von Apple: Klick

Physikalische Datenträger sterben aus

Okay, die Antwort ist jetzt ein wenig ungenau formuliert, natürlich werden die physikalischen Datenträger weiterhin bestehen, aber sie werden zunehmend aus unserem Haushalt herausgedrängt.

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Aber aktuelle Statistiken zeigen, dass der Verkauf physikalischer Datenträger für den Hausgebrauch immer weiter zurückgeht. Auch bei mir zuhause kann ich diese Entwicklung feststellen. Im letzten Jahr haben wir kaum Musik-CD’s oder DVD’s gekauft. Seit wir einen internetfähigen Fernseher haben, waren wir auch in keiner Videothek mehr. Unseren Unterhaltungsbedarf decken wir mittlerweile hauptsächlich durch Download- und Streamingangebote.

Aus unserer Sicht bieten diese Services nur Vorteile, die uns die physikalischen Medien in dieser Form nie gebracht haben. Wir haben keine Regale voll mit veralteten Datenträgern herumstehen, die wir abstauben müssen. Wir müssen unser Sofa nicht verlassen, um Zugriff auf tausende Inhalte zu bekommen, die wir jederzeit Abrufen können.

Auch für den Datenaustausch mit Freunden und Verwandten ist man nicht mehr auf Datenträger angewiesen. Selbst größere Datenmengen lassen sich bequem über Services wie Dropbox austauschen.

Das Ende der physikalischen Datenträger im Konsumentenhaushalt scheint endgültig angebrochen zu sein.