Warum Algorithmen nicht immer recht haben

Big Data ist eines der vielen Buzzwords, das durch die Medienlandschaft getrieben werden. Viel wird dazu geschrieben und das wenigste bringt uns weiter. Oftmals klingt es, als wären alle unsere Probleme gelöst, wenn wir nur mehr in das Thema Big Data investieren würden. Medizinische Diagnosen, gesellschaftliche Trends, Konsumverhalten, Geldpolitik, etc. wären über entsprechende Werkzeuge besser zu handhaben und zu steuern. Doch hier scheinen mir die Experten ein wenig leichtgläubig und vom Hype geblendet. Das passiert diesen Experten allzu häufig. Algorithmen sind menschengemacht und oft von hoher Komplexität. Diese beiden Eigenschaften führen häufig zu einer anderen sehr besonderen Eigenschaft: Fehleranfälligkeit.

Wenn nun ganze Industriezweige, Finanzkonglomerate, Märkte, Parlamente, etc. blind den Ergebnissen der Big Data Analysen vertrauen, führt das unweigerlich zu – zumindest häufig – fehlerhaften Entscheidungen. Die Verantwortung wird dann gerne abgegeben, indem die Entscheider behaupten, dass ihnen die Daten keinen anderen Spielraum gegeben hätten. Ich möchte aber nochmal klar stellen, dass immer die Menschen die Verantwortung für die getroffenen Entscheidungen tragen und diese niemals nur auf der Grundlage von Daten zu fällen sind. Ethik, Persönlichkeit, Nachhaltigkeit, Weitsicht, Zufall, Chancen, Risiken und Intuition sollten immer auch eine Rolle spielen.

Ein schönes Beispiel für einen wild gewordenen Algorithmus (nicht direkt Big Data) ist der Map-Algorithmus von Apple: Klick

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