Warum Schreiben beim Lesen hilft

Lesen macht Spaß! Für viele Menschen ist das so, aber es gibt eine Möglichkeit das Lesen noch interessanter zu gestalten. Man muss nur damit beginnen selbst zu schreiben. Wenn man einem Musiker beim Musikhören zuschaut, dann sieht man, dass er diese Musik gedanklich durchgeht und sie im Kopf nachspielt. Er erlebt diese viel intensiver und nimmt andere Ebenen wahr als jemand, der keine Ahnung vom Musikmachen hat. Genauso verhält es sich auch, wenn jemand einen Text liest, der selbst Texte schreibt.

Es ist sehr spannend, wenn man mit einiger Schreiberfahrung einen Text liest und man auf einmal viel mehr auf den Aufbau und die Sprache des Werks achtet. Manchmal sitzt man dann vor einem Roman und kann sich bildlich vorstellen, wie der Autor mit dem Satz, den man gerade gelesen hat, gerungen und die einzelnen Wörter mit viel Sorgfalt dahin gesetzt hat, wo sie nun stehen. Um einen solchen inneren Kampf des Autors aufzuspüren bedarf es Erfahrung im Schreiben und viel Empathie. Beides kann man trainieren.

Wenn man diese Stufe erreicht hat, ist die Welt der Literatur sehr viel interessanter und das eigene Leben wird spannender, weil man auch im Alltag zunehmend auf die Details der Sprache achtet. Die nächste Stufe der Entwicklung ist dann das Dichten. Wenn man hier ebenfalls fleißig übt, kann Goethes Faust eine völlig neue Welt offenbaren. Fazit: Es lohnt sich zu Schreiben.

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