Physikalische Datenträger sterben aus

Okay, die Antwort ist jetzt ein wenig ungenau formuliert, natürlich werden die physikalischen Datenträger weiterhin bestehen, aber sie werden zunehmend aus unserem Haushalt herausgedrängt.

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Aber aktuelle Statistiken zeigen, dass der Verkauf physikalischer Datenträger für den Hausgebrauch immer weiter zurückgeht. Auch bei mir zuhause kann ich diese Entwicklung feststellen. Im letzten Jahr haben wir kaum Musik-CD’s oder DVD’s gekauft. Seit wir einen internetfähigen Fernseher haben, waren wir auch in keiner Videothek mehr. Unseren Unterhaltungsbedarf decken wir mittlerweile hauptsächlich durch Download- und Streamingangebote.

Aus unserer Sicht bieten diese Services nur Vorteile, die uns die physikalischen Medien in dieser Form nie gebracht haben. Wir haben keine Regale voll mit veralteten Datenträgern herumstehen, die wir abstauben müssen. Wir müssen unser Sofa nicht verlassen, um Zugriff auf tausende Inhalte zu bekommen, die wir jederzeit Abrufen können.

Auch für den Datenaustausch mit Freunden und Verwandten ist man nicht mehr auf Datenträger angewiesen. Selbst größere Datenmengen lassen sich bequem über Services wie Dropbox austauschen.

Das Ende der physikalischen Datenträger im Konsumentenhaushalt scheint endgültig angebrochen zu sein.

Zitat: Denkweisen

„Unsere Probleme sind das Resultat überholter Denkweisen.
Wir können diese Probleme nicht mit denselben Denkweisen lösen,
durch die sie entstanden sind.“

Wirklich ein sehr schönes Zitat, dass – wie so viele – Albert Einstein zugeschrieben wird. Auf die schnelle konnte ich dafür keinen Beleg finden. Dennoch enthält das Zitat eine tiefe Wahrheit. Da unser Handeln auf unseren eingefahrenen Denkweisen beruhen, werden die daraus entstehenden Probleme oftmals nur durch neue Denkweisen zu lösen sein.

Einstein hat es ebenso gemacht. Er war als Außenseiter nicht den gängigen Denkmodellen der Physik seiner Zeit verhaftet, sondern hat seine eigene Vorstellungskraft genutzt und die Erkenntnisse beschrieben. Erst später wurden seine Theorien in die Denkmodelle der anderen Physiker gepresst. Nur durch einen anderen Blick wurde die Welt revolutioniert.

Auf diese Weise kommen neue Ideen in die Welt.

„Ich will noch keine Kinder.“ – „Ich will mein Leben genießen!“

„Ich will noch keine Kinder.“ – „Ich will mein Leben genießen!“

Immer wieder höre ich von kinderlosen Bekannten – egal ob Single oder Paar – diese Phrase. Mich als bald zweifacher Vater stört das, weil der Umkehrschluss bedeutet, dass ich mein Leben nicht genießen würde. Alle Menschen, die das auch so sehen, scheinen nicht zu wissen, dass man auch ein Leben mit Kindern genießen kann.

Für viele meiner Bekannten gehört zum Genießen am Samstagabend durch die Kneipen, Bars und Diskos zu ziehen und es dort richtig krachen zu lassen. Keine Frage, ich und meine Frau gönnen und diesen Spaß in Maßen ebenfalls. Jedoch ist das für uns nicht die Definition von „Leben genießen“. Am Sonntagmorgen beginnt der Tag der vermeintlichen Genießer mit Kopfschmerzen, Übelkeit, einem schlechten Gewissen und einer Reihe peinlicher Erinnerungen (vielleicht auch nicht ;-)).

Bei mir sieht das anders aus. Am Sonntagmorgen höre ich schon früh kleine Tribbelschritte zu uns ins Schlafzimmer rennen. Auf einmal drängt sich jemand zwischen mich und meine Frau und die ganze Familie genießt das langsame Aufwachen beim gemeinsamen Kuscheln. Wenn wir dann soweit fit sind, dass wir Aufstehen können, richten wir gemeinsam ein fürstliches Frühstück und anschließend gönnen wir uns gemeinsam die Sendung mit der Maus. Am Nachmittag wird dann etwas unternommen.

Ich möchte nun nicht sagen, dass ich im Besitz der unumstößlichen Wahrheit bin. Es gibt verschiedene Arten zu genießen und man sollte darüber vielleicht mal nachdenken, bevor man Menschen mit Kindern mit Urteilen kommt, von denen man ohne Kinder nichts verstehen kann.