Kinder steigern die Intelligenz

Jedes Jahr erkranken immer mehr Menschen an den verschiedenen Formen der Demenz wie Alzheimer. Für die Betroffenen und ihr persönliches Umfeld ist das immer eine große Veränderung die selten spurlos an den Beteiligten vorübergeht. Aber es ist ja nicht so, dass man gegen diese Krankheiten nichts tun könnte. Das Problem ist eher, dass den wenigsten Menschen die Voraussicht fehlt, mit der Therapie frühzeitig zu beginnen. Wer etwas für seine Intelligenz und gegen die Demenz etwas unternehmen möchte, sollte so früh wie möglich viele lebhafte Kinder zu bekommen und sich intensiv mit ihrem Aufwachsen und Leben beschäftigen.

Die Gehirnforschung ist sich schon seit vielen Jahren einig, dass ein Gehirn, das sehr gut trainiert ist, später an Demenz leidet und auch die Auswirkungen dieser wesentlich weniger auffällig sind. Wenn man also das Risiko an Demenz zu erkranken reduzieren möchte, sollte man versuchen sein Gehirn so gut wie möglich zu trainieren. Wenn man Menschen mit solchen Sätzen kommt, dann hört man häufig, dass man ja genug Sudoku oder Kreuzworträtsel mache, um sich geistig fit zu halten. Diesen Menschen muss man leider offenbaren, dass das vermutlich die falschen Strategien sind, um sein Gehirn zu trainieren.

Ein Gehirn zu trainieren, bedeutet, dass die bestehenden Verschaltungen im Gehirn weiter gefestigt und neue Verbindungen zwischen den Neuronen geknüpft werden. Man nennt das auch Lernen. Am besten für diesen Prozess geeignet sind kreatives Nachdenken, Problemlösen, Bewegung und soziale Kontakte. Eine von der Natur vorgesehene Funktion erfüllt alle vier Punkte vollständig für den Rest des Lebens aus – die Elternschaft. Wenn man Kinder hat, ist man pausenlos vor Herausforderungen gestellt, die man kreativ lösen muss. Kinder bringen uns immer wieder in Situationen, in denen wir schnell überlegt handeln müssen. Meine Tochter wird meist am Wochenende krank, wenn kein Arzt mehr erreichbar ist. Das herausfinden und durchführen von Hausmitteln, die Beruhigung des Kindes, das Abwägen, ob ein Bereitschaftsarzt aufgesucht werden soll, das Verfassen von Plänen, um das nächste Mal darauf vorbereitet zu sein, das Kommunizieren mit dem Rest der Familie und die permanente Bewertung emotionaler Reaktionen, sind Schwerstarbeit für unser Denkorgan. Genau für solche und ähnliche Situationen ist das Hirn geschaffen worden und deshalb ist dieser Zustand perfekt um es Reifen zu lassen. Die sozialen Kontakte steigen mit einer Familie, die in die lokale Gemeinschaft (Kindergarten, Vereine, Freunde der Kinder, andere Eltern, Schule, etc.) integriert ist, enorm an. Körperliche Bewegung ist zudem eine Sache, die fast unser gesamtes Gehirn betrifft und viele mentale Prozesse unterstützt. Nachweislich ist die Fingerfertigkeit sehr eng mit den mathematischen Fähigkeiten verknüpft. Bewegungsmangel ist bei Eltern eher eine Seltenheit, wenn man die Kinder ihren Bewegungstrieb ausleben lässt und daran aktiv teilnimmt.

Eine Familie bietet nicht nur Schutz vor der Demenz im Alter. Sie steigert im Allgemeinen auch die Zufriedenheit und das Leben wird insgesamt lebenswerter. Da freut man sich, wenn man richtig alt wird.

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